Heidemarie Ross

Burnout Beratung

Burnoutberatung Hamburg

Menschen mit fortgeschrittenem Burnout-Syndrom brauchen professionelle Hilfe. Im fortgeschrittenen Stadium vergeht ein Burnout-Syndrom nicht einfach wieder.

Das Wichtigste ist jetzt, sich für einige Zeit herauszunehmen, um Körper und Geist Ruhe zu verschaffen. Melden Sie sich bewusst aus ihrem Arbeitsprozess oder Stress gebender Umgebung ab. Die körperliche Erholung ist eine wichtige Voraussetzung, um dann - am besten mit Hilfe von professionellen Unterstützern (Psychotherapie, Supervision, Coaching) - an den eigenen Gefährdungen arbeiten zu können.

Retreat als erweitertes Behandlungsangebot

Burnout Beratung

Erster Schritt

Kenntnisse erwerben
Um die Notwendigkeit einer Burnout Beratung und weiterführende helfende Maßnahmen zu klären, ist es vorab wichtig in Erfahrung zu bringen, ob Sie von Burnout betroffen sind.

Zweiter Schritt

Problemeinsicht erlangen
Wenn Sie sich mit Aspekten der nachfolgenden Beschreibung identifizieren, brauchen Sie professionelle Unterstützung ihren Weg aus Ihrer totalen Erschöpfung herauszufinden und tatsächlich zu gehen.

Dritter Schritt

Professionelle Hilfe aufsuchen
In meiner Praxis, oder auf Wunsch zum Verlauf  1-6 auch direkt am Arbeitsplatz, erarbeite ich mit Ihnen Ihren individuellen Hilfeplan zum folgenden Verlauf:

  1. Vorgespräch
  2. Kostenklärung
  3. Kontextklärung
  4. Erhebung einer speziellen Anamese
  5. Diagnosenstellung
  6. Individuelle Bedarfsermittlung
  7. Beratung zu professionellen Hilfen
  8. Erstellung eines individuellen Strukturplans
  9. Kontrolle und Aufarbeitung zum Strukturplan
  10. nach Bedarf Psychotherapie auf dem Gebiet zur Ausübung der Heilkunde nach dem Heilpraktikergesetz

In der Behandlung findet Berücksichtigung

  1. Behandlung durch ganzheitliche Konzepte systemisch und gestaltorientierte Beratung und Psychotherapie auf dem Gebiet zur Ausübung der Heilkunde nach dem Heilpraktikergesetz
  2. Wiederherstellung des Gleichgewichts durch
    • Selbstregulierung
    • Selbstmanagement
    • Umsetzungskompetenzen
    • Entspannungs-, Atem- und Meditationsübungen sowie verschiedene sportliche Aktivitäten.

Vorher machen Sie sich erst einmal sachkundig.

Ergänzend empfehle ich  Ihnen die angegebenen Seiten/Links zu besuchen, die ich für Sie am Ende des Textes angefügt habe. Nehmen Sie sich anschließend Zeit, sich zu überprüfen.
Sprechen Sie mit vertrauten Personen (Familie, Freunde)  darüber.
Entscheiden Sie sich,  professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Nehmen Sie Kontakt mit mir oder anderen Hilfen auf.
Ich melde mich umgehend bei Ihnen.
Ich wünsche Ihnen erst einmal Mut und Erfolg den ersten Schritt zu tun.

Kosten:

Ich rechne grundsätzlich privat ab. Ich berate sie gern unverbindlich zum Einrichtungsvorgang einer ambulanten Zusatzversicherung renommierter, seriöser Krankenkassen. Dies gilt besonders für Klienten, die einer gesetzlichen Krankenkasse angehören, die die Kosten für den Heilpraktiker Psychotherapie nicht übernimmt. Dazu gilt es vor Antritt in eine Therapie einige Formalien zu erledigen.

Das Burnout-Syndrom im Detail

  • Definition von Burnout /Ausgebrannt sein

    In der deutschen Übersetzung: "Zustand der totalen Erschöpfung"; in der englischen Originalfassung: "state of vital exhaustion"
    Burnout ist keine Krankheit mit eindeutigen diagnostischen Kriterien, sondern eine körperliche, emotionale und geistige Erschöpfung aufgrund beruflicher Überlastung und wird meist durch Stress ausgelöst, der nicht bewältigt werden kann.
    Burnout wurde zunächst bei Helfenden Berufen beschrieben und ist auch in zahlreichen anderen Berufsgruppen zu beobachten. Dazu gehören z. B.: Sportler, Politiker, Forschungsmitarbeiter, Langzeitpflegende kranker Angehöriger, Verkäufer usw.

    Es wurden nach Freudenberger, nach Lauderdale, nach Edelwich, nach Maslach, nach Cherniss, nach Hobfoll verschiedene Phasenverläufe beschrieben die das Burnout charakterisieren.

  • Phasen
    • Enthusiasmus
    • Stagnation
    • Frustration
    • Apathie
    • Burnout

    Diese Phasen lassen sich vor allem gut an den helfenden Berufen aufzeigen.

    Es wird mit großem Idealismus und guten Vorsätzen an eine Tätigkeit heran gegangen (Phase Enthusiasmus). Die Person merkt aber, dass sie durch ihr Handeln keine Fortschritte erzielt. Stagnation, womöglich Rückschritte frustrieren, machen zynisch gegenüber der Klientel. In der Phase der Apathie ist die berufliche Tätigkeit nur noch unter großen Anstrengungen auszuüben. Man ist unmotiviert, sich neue Ziele zu stecken und häufig fehlt auch das Bewusstsein für seine eigene Situation. In dieser Phase wirken die Betroffenen äußerst phlegmatisch und können sich selbst zu nichts mehr antreiben, weder beruflich noch privat. Hier sind auch erste körperliche Anzeichen von Erschöpfung sichtbar. Hält dieser Zustand für eine längere Zeit an, spricht man vom Burnout-Syndrom.

  • Ursachen

    Effort-reward imbalance model/Ungleichgewicht zwischen Anforderungen und Ressourcen

    Ein verbreitetes Modell zur Erklärung des Burnout-Syndroms vor allem in Unternehmen und im Management ist das Konzept des Ungleichgewichts zwischen Anforderungen und Ressourcen, kurz ERI (effort-reward imbalance model von Johannes Siegrist). Das Ungleichgewicht zwischen Effort und Reward ist laut ERI häufig begleitet durch ein übermäßiges Commitment (over-commitment), bei dem die Betroffenen sich regelrecht aufopfern. Hinzu kommen oftmals Schlafstörungen.

  • Persönliche Ursachen
    • Neurotizismus: Eigenschaften wie Ängstlichkeit, mangelnde Selbstachtung, Neigung zu Irritationen, Sorgen und Depressionen, Neigung zu Zwanghaftigkeit, Schuldanfälligkeit und ein labiles Selbstwertgefühl sind bei Ausbrennern auffällig.
    • Perfektionsstreben: Ausbrenner setzen sich oft zu hohe Ziele und haben Probleme, Kompromisse einzugehen. Das wirkt sich nachhaltig auf ihre Handlungsplanung und -bewertung aus.
    • Helfersyndrom: Es wird versucht, Versagenserlebnisse und versagte Zuwendung in der Kindheit nun durch die eigene soziale Tätigkeit zu kompensieren. Der Helfer gibt die Zuwendung, die er empfangen möchte. Personen mit dem Helfersyndrom versuchen, ihr labiles Selbstwertgefühl durch die Aufopferung an eine große Aufgabe und die damit verbundene Dankbarkeit vieler Hilfsempfänger zu stabilisieren.
    • Krankhafter Ehrgeiz: Menschen, deren Selbstwertgefühl größtenteils auf ihren beruflichen Leistungen beruht, zeigen eine häufig krankhafte Sucht nach Erfolg. Diese wird meist durch die elterliche Erziehung geprägt, nämlich genau dann, wenn die Zuneigung und Liebe direkt von den vorgezeigten Erfolgen der Kinder abhängt.
    • Besondere persönliche Defizite: Eine schlechte Ausbildung, die Misserfolge provoziert und die Unfähigkeit, anderen Grenzen zu setzen, können den Burnout begünstigen.
    • ADHS-Betroffene sind generell einer erhöhten Burn out Gefahr ausgesetzt.
  • Soziale und organisationspsychologische Ursachen

    Folgende Ursachen für Burnout stehen besonders in Zusammenhang mit den Umweltfaktoren der Betroffenen:

    Ein Wechsel der Arbeitssituation, wie z. B. ein Wechsel des Vorgesetzten, ein Wechsel der Arbeitsstelle, aber auch die Struktur der Organisation und überhaupt der Einstieg in den Beruf sind häufig Auslöser für das Burnout-Syndrom. Dabei ist ein guter Einführungsprozess vor allem bei Berufsanfängern als vorbeugende Maßnahme sehr wichtig.

    • Arbeitsbelastung stellt eine weitere Einflussgröße dar.
    • Eine konfliktreiche Rolle.
    • Die Unmöglichkeit, sich die Klientel auszusuchen,
    • Für den Betroffenen schwierige Klientel.
    • Die zeitliche und organisatorische Unmöglichkeit, mit der Klientel befriedigend zu arbeiten.
    • Zeitraubende sinnlose Verwaltungsarbeit .
    • Auch das Ausmaß der intellektuellen Anregung beeinflusst das Burnout-Risiko.
    • Das Burnout wird begünstigt durch zu sachlichen, zu einseitigen und zu unpersönlichen Kundenkontakt und durch mangelnde Möglichkeiten des Helfers, sich selbst in die Arbeit einzubringen und eigene Entscheidungen zu treffen.
    • Burnout-Gefährdung besteht, wenn die Ziele und Erfolgskriterien der Arbeit nicht klar definiert sind.
    • Das Team nicht die gleichen Ziele verfolgt.
    • Der Helfer Ziele verfolgt, die gegen seine eigenen Wertvorstellungen verstoßen.
    • Im Kontakt mit Kollegen, dass der Betroffene Gleichgültigkeit erfährt, keinen Rat und Unterstützung erhält und ihm keine emotionale und strategische Rückendeckung gegeben wird.
    • Durch „schlechten“ Kontakt zum Vorgesetzten begünstigt, wenn Betroffene beispielsweise zu wenig Rückmeldung, Lob und Anerkennung bekommen.
    • Zu starke Kontrolle und schlechtes Arbeitsklima.
    • Durch „professional mystiques“. D.h., Ausbildung und Massenmedien vermitteln falsche Bilder wie beispielsweise: dass der Berufsstatus bereits Kompetenz garantiere und die wiederum hohe Erfolgsraten; dass Klienten grundsätzlich kooperativ und dankbar, Kollegen hilfsbereit und solidarisch seien.
    • Durch Umweltfaktoren wie private Probleme in Familie oder Partnerschaft, Einsamkeit oder ein schwaches soziales Umfeld.
    • In großen Organisationen kommen noch spezielle Faktoren wie z. B. zu wenig Autonomie und eigene Entscheidungsfreiheit in der Arbeit sowie Rollenambiguität und -konflikte dazu. , mehrere Menschen erledigen die gleichen Aufgaben, durch Unübersichtlichkeit der einzelne Aufgaben, Aufgaben zu übernehmen, für die er nicht ausgebildet ist.
    • Rechtlich feststellbar ist das Vorliegen organisationspsychologischer Ursachen, wenn im Unternehmen psychomentale Belastungen nach ISO 10075 und ISO 9421 nicht gemäß dem Arbeitsschutzgesetz in Gefährdungsbeurteilungen dokumentiert sind. Bewusst fordert der Gesetzgeber hier eine Beurteilung der Arbeitssituation und nicht des einzelnen Mitarbeiters. Auch muss für eine Gefährdungsbeurteilung nicht erst bereits eine konkrete Gefährdung vorliegen, denn beispielsweise ist Bildschirmarbeit an sich schon als Gefährdung definiert, zu deren Abwehr der Unternehmer entsprechende Maßnahmen und Wirksamkeitskontrollen durchzuführen hat.
  • Überlastung

    Subjektiv wahrgenommene Arbeitsbelastungen stellen eine Einflussgröße dar, deren Bedeutung nicht unterschätzt werden sollte. Dazu gehören:

    • Massive körperliche Belastungen durch Heben von Gewicht bei nicht trainierter Muskulatur (insbesondere einseitiges Heben).
    • Häufiger starker Wechsel der Umgebungstemperaturen ohne Schutzkleidung,
    • Deutlich wechselnde tägliche Arbeitszeiten (oft Schaukeldienste genannt).
    • Häufige oder lang anhaltende Nachtdienste.
    • Belastbar erscheinende Mitarbeitende werden vermehrt Überstunden oder besonders belastenden Arbeitsbedingungen ausgesetzt. Deren Selbstüberforderung wird durch die Vorgesetzten evtl. nicht erkannt.
    • Auch der Druck von (überforderten) Vorgesetzten ist zu erwähnen, Überstunden z. B. zur Erreichung von Arbeitszielen zu leisten.

    Dies reduziert natürlich deren Fähigkeit, die Fürsorgepflichten als Arbeitgeber-Vertreter wahrzunehmen. Im biologischen Stress-Modell wird von einer vorübergehenden starken Belastbarkeit ausgegangen, die allerdings ausreichende Erholungsphasen erfordert. Sonst ist danach mit einem Zusammenbruch des gesamten Organismus und seiner Abwehrfunktionen zu rechnen.

  • Gesellschaftliche Ursachen
    • Wachsende Anonymität fördert eine narzisstische, selbstbezogene Charakterstruktur mit Angst vor Abhängigkeit, innerlicher Leere und Problemen bei tiefen persönlichen Bindungen.
    • Wertewandel, insbesondere in der Einstellung zur Religion. Individuelle menschliche Entscheidungen haben heute Vorrang vor dem Einfluss höherer Mächte, was Unzufriedenheit und damit Burnout fördert.
    • Ungünstige Arbeitsmarktlage. Drohende oder sogar auch vorhandene, etwa unlösbare Arbeitslosigkeit. Auch in helfenden Berufen Tätige bleiben aus Angst eher an Stellen mit schlechten Arbeitsbedingungen.
    • Unsichere Marktlage, in der eine sichere Lebensplanung entfällt, verunsichert stark.
    • Die Wachsende Komplexität aller Prozesse des modernen Lebens sorgt tendenziell für Autonomieeinbußen und Stress, da der Mensch immer mehr auf Maschinen und Spezialisten angewiesen ist. Man wird mehr auf bestimmte Rollen festgelegt, kann nur noch Teilbereiche des Lebens bestimmen und bewältigen, ist oft damit überfordert, unzufrieden.
    • Die Spezialisierung innerhalb der helfenden Berufe stellt gesellschaftlich hohe Erwartungen an sie.
    • Als bürokratisch empfundene Kontrollsysteme mit als irrelevant empfundenen Erfolgskriterien können aus Sicht der Betroffenen sinnvolle Arbeit erschweren.
  • Weiterführende Links